Bogenschießen

Wie passt eine „Schießsportart“ in die heutige Zeit, wie passt Bogensport zu Gewaltprävention, zu Gesundheitsvorsorge, in außerschulische Bildungsarbeit oder zum Thema sinnvolle Freizeitbeschäftigung?

Skeptiker werden anführen, dass eine Schießsportart wie das Bogenschiessen, eine ausschließlich aggressive  Angelegenheit sei.

Diesen Kritikern sei gesagt, dass das Jagen in seiner ursprünglichen Form absolut nicht mit der heutigen, allgemein üblichen Interpretation von Gewalt und Aggression, in Verbindung gebracht werden kann.

Unsere Vorfahren waren darauf angewiesen, sich Techniken anzueignen, die es ihnen ermöglichte, ihren Bedarf an Nahrungsmitteln, durch die Nutzung von  Jagdgeräten  zu bestreiten.

Ein Jäger, der bei der Ausübung seiner Tätigkeit erfolgreich sein wollte und letztlich auch musste, hatte die  Pflicht, sich den natürlichen Gegebenheiten der Natur anzupassen und sich einzugliedern.

Ein Jäger der dieses missachtete, hatte keine Chance zu Überleben. Nicht jeder Versuch, ein Stück Wild zu erlegen, war erfolgreich; im Gegenteil. Um das Überleben der Sippe, des Clans, der Spezies zu gewährleisten, mussten daher schon früh Kommunikationstechniken initiiert werden. Kooperation mit Jagdgefährten war daher ein wichtiger Bestandteil der Jagd.

Die Evolution hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Die natürlichsten Verhaltensweisen und Instinkte jedoch, haben sich bis in die heutige Zeit ihre Sinnhaftigkeit bewahrt. Evolutionäre und gesellschaftliche Veränderungen führen mit sich, dass in Teilbereichen auch degenerative Prozesse stattfinden. Dazu gehört auch der zerstörerische Umgang mit der Natur oder der Menschen an sich selbst.

So sehr sich die Gegebenheiten aber auch wandeln, der Mensch bleibt ein soziales Wesen mit den latenten Grundbedürfnissen nach Erfolg, Anerkennung, Integration, Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung.

Bogensport bildet unserer Meinung nach in vielen der zuvor benannten Bereiche, die Möglichkeit, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Der Arbeitsansatz von do…Erlebnispädagogik – Team liegt in diesem Sinne. So haben wir unzählige  Erfahrungen mit dem Bogensport sowohl als Individualsport, im Verbund z.B. im Rahmen von Schulsport oder Betriebssport, aber auch in unterschiedlichen klinischen Feldern wie z.B. Bogenschiessen mit adipösen Patienten, in der Psychosomatik, mit Sehgeschwächten Personen und im Rahmen von Affektkontrolltraining machen können.

Wir sind davon überzeugt, dass es kaum einen anderen Sport gibt, der unserem menschlichen Wunsch, Aggressivität ausleben zu dürfen -  ohne dabei anderen Lebewesen gegenüber aggressiv zu werden, gibt.

 

 

 

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